Philosophy:

„....und als das Volk den Hall der Posaunen hörte, erhob es ein großes Kriegsgeschrei. Da fiel die Mauer um, und das Volk stieg zur Stadt hinauf, ein jeder stracks vor sich hin. So eroberten sie die Stadt....“

Ja, das ist sie schon – im wesentlichen zumindest: Die Philosophie von „Schluß Mit Lustig“.

Und ja: Wir sind die Bösen

Dabei haben wir euch wirklich jede Chance gelassen.
Wir haben uns in Therapien begeben, wir haben uns in Provinzdiscos versteckt, wir haben uns sogar auf Schweinefarmen als Nebenerwerbsbauern verdingt.

Ihr könnt nicht sagen, wir hätten nicht wirklich alles versucht, das Feld für euch zu räumen.
Aber alles, wozu ihr die Zeit genutzt habt, die wir euch gegeben haben, ist ein Bob Dylan-Klon und ein Werbespot für Speiseeis. Wobei insbesondere Hillberg den Speiseeis-Spot allem anderen von euch noch bei weitem vorzieht.

Im November 2005 brannten dann in Paris die Vororte.

Kein guter Absatzmarkt für Speiseeis.

Und kein Wort von euch dazu.

Wir haben euch von unseren Therapieplätzen, von unseren B-Movie Locations, von unserer Farm aus zugesehen, wie ihr meintet, „Kunst“ zu machen. Oder „Pop mit Anspruch“: Genau da hat es insbesondere wieder Hillberg den Magen umgedreht.

Gebt es doch einfach zu: Eure „new sound revolution“ ist einfach nur – ....stumpf.

Und als der letzte Akt nach George Orwell´s Drehbuch „1984“ im real life gedreht wurde – der „Krieg im (Nahen) Osten“ – da habt ihr „einfühlsame, leicht ironische Textfragmente“ verfasst.
Als Ausdruck eures „stillen, sensiblen Protests“. ....Wie bitte?

Seit November 2005 aber interessiert eure „stille Ironie“ samt „Natürlichkeit“ die Welt so sehr wie poetische Liedermacher aus den 1970ern oder die Statements von Miss-Wahl-Gewinnerinnen zur allgemeinen Lage des Planeten.

Denn ob in Baghdad oder in St. Denis – mit jedem Auto wird auch euer Weltbild ein Stück mehr abgefackelt.

Und deshalb sind wir wieder hier.

Jede Bassline von uns ist ein Schlag in euer Gesicht.
Jedes Visual ein Brandanschlag auf eure Fassaden.
Jede Textzeile ein Weckruf mit dem Tune einer bunkerbrechenden Bombe.
Und jedes Statement ein Special-Forces-Einmarsch in eure Living-Room-Lounges.
Jeder Sound ein Pitbull-Terrier am Gehsteig auf eurer Straßenseite.
Jeder Track ein Wirklichkeit gewordener böser Traum von George A. Romero.

Wir sind die Tempelritter, die ihren Kreuzzug in eure Lounge-Vorgärten tragen.

Ja – wir sind die Bösen.
Denn nein: Ihr habt es nicht besser verdient

„....und beim siebenten Mal, als die Priester die Posaunen bliesen, sprach Josua zum Volk: Macht ein Kriegsgeschrei!....“